Darmstädter Sportstiftung

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„Einfach zu wenig Anträge“

14. Januar 2015
Ausschüttungen der Darmstädter Sportstiftung 2014 auf bescheidenem Niveau – 286 Mitglieder

Vorstand und Beirat der Darmstädter Sportstiftung zogen beim Jahresabschluss Mitte Dezember 2014 in den Räumen der Sparkasse Darmstadt Bilanz. Unzufrieden ist die Regie mit der ungenügenden Zahl an Anträgen. „Die Anträge fehlen ganz einfach“, bilanzierte der Vorsitzende der Darmstädter Sportstiftung, Hans-Werner Erb. Nicht verwunderlich also, dass die Stiftung 2014 lediglich 4350 Euro an Mitgliedsvereine und Schulprojekte ausschüttete. Erb: „Wir hatten extrem wenige Förderfälle dieses Jahr.“ Deshalb wurden dem Stiftungskapitel 15 000 Euro zugestiftet. Derzeit beträgt es 550 300 Euro. Der Verein verfügt über ein Vermögen von 17 050 Euro (Beiträge und Spenden). „Die Zinssituation ist eine Katastrophe“, berichtete Schatzmeister Uwe Kuhl. Die minimalen Zinssätze drücken auf die Erträge. Dennoch liegen für 2015 wieder 10 000 Euro zur Ausschüttung Fördermittel bereit.

Vorstand und Beirat diskutierten Möglichkeiten und Impulse, um künftig wieder mehr Geld ausschütten zu können. Auch das Gespräch mit dem Sportkreis Darmstadt/Dieburg wird gesucht, um bei den Vereinen ein größeres Echo zu wecken. Denn auch die Bewerbungen von Vereinen für den Jugend-Förderpreis (lediglich zwei für 2013) und den Siegfried-Schmitt-Preis für kindgerechtes Training im Sport (Trainerehrung) lassen deutlich Luft nach oben.

Nach der Bereinigung der Statistik und einem Neueintritt beträgt die Mitgliederzahl (Kommunen, Vereine, Firmen, Einzelpersonen) derzeit 286. Die Stiftung verbuchte jüngst 6500 Euro aus dem Verkauf des Rasens und der aufgemöbelten Holzsitzbänke des alten Böllenfalltor-Stadions. Vorsitzender Hans-Werner Erb „Ich denke, das war eine ganz tolle Sache von der Fan-Gemeinde des SV Darmstadt 98.“ Die Regie wird die Spende sinnvoll verwenden. hps
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Jugendförderpreis 2013 für FC Ober-Ramstadt

10. Dezember 2014
Darmstädter Sportstiftung prämiert die Vereine mit 2000 Euro – Es mangelt an Bewerbungen

Den Jugendförderpreis 2013 der Darmstädter Sportstiftung erhielt der FC Ober-Ramstadt. Er ist nach der Neuordnung der Ehrung mit 2000 Euro dotiert. Statt vier Preisträgern variiert die Zahl künftig, was auch dem Zusammenschluss der Sportkreise Darmstadt und Dieburg (seit 2013) geschuldet ist. Der Fußballclub Ober-Ramstadt war neben dem TSV Langstadt diesmal der einzige Bewerber. Für die Jury ein enttäuschendes Ergebnis. Das schmälert dennoch die Leistungen des Preisträgers nicht.

Der FC Ober-Ramstadt hatte eine überzeugende Bewerbung abgegeben: Er zählt 280 Mitglieder. 125 davon sind Kinder und Jugendliche (Anteil 44,6 Prozent). Der Ausländeranteil liegt bei rund 45 Prozent. Mitbestimmung im Vorstand, Kooperation mit der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt, sowie die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und mit Behinderung erschienen preiswürdig. Das unterstrich Jury-Mitglied Manfred Rentel in der kurzen Laudatio. Hinzu kommen Veranstaltungen für Jugendliche (Feriencamps, Zeltlager, Abschlussfahrten), Aktionen zum Erwerb des DFB-Jugend-Abzeichens sowie der Besuch internationaler Jugendturniere in den Partnerstädten in Italien, Frankreich und Österreich. Ein Paket vorbildlicher Nachwuchsbetreuung und -Pflege des Spartenvereins.
Jugendleiter Reinhold Bergener bedankte sich: „Gerade in der heutigen Zeit ist es ernorm schwierig, den Jugendlichen etwas zu bieten. Überall wird gestrichen. Hessischer Fußball-Verband und DFB verlangen auch immer mehr. Um so schöner und wichtiger ist es für uns, wenn wir einen solchen Preis bekommen.“

Die Darmstädter Sportstiftung selbst erlebte schon am Donnerstagvormittag eine Bescherung: Aus dem Verkauf des Rasens und der aufgemöbelten Holzsitzbänke des alten Böllenfalltor-Stadions, eine Fan-Aktion, erhielt sie den Erlös von 6500 Euro. Vorsitzender Hans-Werner Erb und Schatzmeister Uwe Kuhl nahmen die Spende im Büro von Oberbürgermeister Jochen Partsch entgegen. Erb: „Ich denke, das war eine ganz tolle Sache von der Fan-Gemeinde des SV Darmstadt 98.“ Er versprach, das Geld sinnvoll zu verwenden. hps
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Starker Tobak, der Laufschuh

18. Oktober 2014
„Höher, schneller, weiter – sportbedingte Hauterkrankungen.“ In der Reihe „Sport und Gesundheit“ der Darmstädter Sportstiftung sprach am Donnerstagabend der Dermatologe Ernst Georg Hasche. Der Oberarzt der Hautklinik am Klinikum Darmstadt, dokumentierte mit drastischen Bildern Pilzerkrankungen sowie Nagel- und Hautschäden. Grund: schlechtes Schuhwerk und fahrlässige Körperpflege im Sport.

Der südhessische Laufschuh, hinten aufgeschnitten, war das Härteste, das Ernst Georg Hasche dem überschaubaren Zuhörerkreis in der Sparkasse Darmstadt (Luisenplatz) vorsetzte. Darin steckte eine Ferse, brutal wund gelaufen. Auch sonst war der passionierte Hautarzt nicht zimperlich mit Sünden menschlicher Fahrlässigkeit. Fußpilz, Nagelpilz oder Warzen, häufig verbreitet bei Kindern. Reichlich eklige Bilder tischte der Dermatologe auf: Entzündungen, Infektionen, verstärkte Verhornung, Einblutungen in der Haut („Adidas-Krankheit“).
„Pilzsporen sind Überlebenskünstler“, lehrt ihn die Praxis tagtäglich. „An der Haut hat praktisch jeder etwas.“ Zumindest Hefepilze. Die gute Nachricht: „Pilz- und Hauterkrankungen sind gut behandel- und heilbar. Da gibt es eigentlich immer eine Waffe.“ Vorausgesetzt, der Betroffene spielt mit, hat Geduld und pflegt seinen Körper. Das gilt bei der Behandlung von Verletzungen der Haut, bei Sonnenbränden (Krebsrisiko), Austrocknung und Frostschäden.
Es gilt in besonderem Maß bei Pilzkrankheiten. Im warmen und feuchten Milieu, am verschwitzten Körper – unter Achseln und Brust, zwischen den Zehen – gedeihen sie üppig. Häufig werden sie von Mensch zu Mensch übertragen. Vom Fußpilz (Schwimmen) bis zur Kopfhaut (Ringen, Kampfsportarten), überall fühlen sich Sporen wohl. Eine Studie dokumentierte schon vor 14 Jahren: 30 Prozent der Menschen haben Fußpilz, zwölf Prozent Nagelpilz. Hasche: „Tendenz steigend.“ 48 Prozent der Läufer und 64 Prozent der Schwimmer plagen sich mit den Parasiten.

Einblutungen und schwarze Ferse

Und während Fußballspieler gerne die großen Zehen schädigen (Nagelpilz, Einblutungen in der Hornhaut), trifft es bei Läufern und Radfahrern die äußeren Zehen (Druckstellen, Entzündungen, Hühneraugen, offene Fersen, Kompression im Schuh). Tänzer-Ferse oder schwarze Ferse sind Alltag für Dermatologen.

Neben Salben, Cremes, Pasten und Tabletten – „am besten eine Kombi-Behandlung“ – spielen Ausrüstung und Prävention eine Rolle. Dazu gehören mehrere Paar Schuhe, die dem Fuß Platz lassen, die Zehen nicht einschnüren – sich der Belastung und Tageszeit anpassen. Medizinische Schuh-Desinfektionsmittel (Apotheke) beugen vor.

Badeschuhe in Gemeinschaftsduschen und Umkleiden (Schwimmbäder), aber auch im eigenen Bad, sind angeraten. Plus sorgfältige Körperhygiene: „Nach dem Duschen Körperlotion und gründlich abtrocknen“, gerade zwischen den Zehen und im Fußbereich. Weiße, kochfeste Handtücher und Shirts empfiehlt Hasche. „Erst bei der Wäsche bis 60 Grad werden Pilze eliminiert.“
Warzen, die Haut-Tuberkulose und Krebs nach sich ziehen können, lassen sich vereisen (mit flüssigem Stickstoff) und wegätzen. Hornhaut kann mit Bimssteinen und Hobeln (nach der Nutzung desinfizieren) – sorgfältig und nicht zu tief – abgetragen werden.

„Der Sportler hat häufig das Problem mit einwachsenden Nägeln. Fußnägel sollte man gerade schneiden und nicht rund.“ Bei Kopfpilzen helfen Shampoos. Hier drohen Haarausfall und Haarverlust. „Erst kommt der Fußpilz, dann der Nagelpilz.“ Dieser frisst sich von der Zehenspitze (Haut) in den Nagel und schädigt in der Fläche dann die Nagelwurzel. Angesichts des langsamen Nagel-Wachstums ist die Behandlung langwierig. „Fußpilz ist nicht einfach ein ästhetisches Problem, es ist eine Krankheit“, warnte Hasche.

Jeder Pilz ist heilbar. Diesem Credo vertraut der Hautarzt nicht. Durch Medikamenten-Einfluss (Tabletten-Konsum) sowie individuelle Determination können Störungen auftreten. Fußball- und Tennis-Zehen sind an der Tagesordnung. „Nagel ziehen ist keine Lösung.“ Einblutungen unter dem Nagel können das Wachstum schädigen, schlimmstenfalls zum schwarzen Hautkrebs führen (wie beim Sonnenbrand). Wer Warnzeichen des Körpers (Rötungen, Juckreiz oder farbliche Veränderung der Nägel) missachtet, riskiert schwerwiegende Folgen. Kommen Krankheiten hinzu (Zucker), drohen Wundrose, amputierte Gliedmaßen oder schwere Deformationen der Fersen, Nägel und Zehen. Was die Bilder untermauerten.

Hausmittel oft nicht wirksam

Wenig hält der Darmstädter Dermatologe auch von Hausrezepten und Hausmitteln von Arnika bis Teebaumöl „weil sie nicht wirksam sind.“ Auch der Einsatz von Lasern, wie sie die kosmetische Industrie entwickelte, überzeugt den Praktiker nicht, der, selbst aktiver Sportler („ich bin ja auch ein Mensch“), schon mit verschiedenen Pilzkrankheiten zu kämpfen hatte.
Hautkrebs in Folge hoher und langer Sonnen-Einstrahlung wird bei jeder fünften Frau und jedem achten Mann inzwischen erkannt. Sonnenbrand und verstärkte Hautalterungen sind Ursachen und Folgen. Doch nicht der Sportplatz und Sportkontakt ist höchster Quell für die hartnäckigen Parasiten. Die häusliche Umgebung bleibt – so Hasche – Ursache Nummer eins.
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Zu wenige Anträge und zu niedrige Zinsen

01. Oktober 2014
Darmstädter Sportstiftung schüttet 2014 bisher lediglich 3500 Euro aus

„Wir haben bis jetzt lediglich 3500 Euro ausgeschüttet - so wenig wie noch nie.” Diese Zwischenbilanz 2014 zog Schatzmeister Uwe Kuhl bei der September-Sitzung von Vorstand und Beirat der Darmstädter Sportstiftung in den Räumen der Sparkasse Darmstadt. Grund sind zu wenige Antrge. Manch ein Ansinnen von Vereinen, Schulen und Sportorganisationen oder Einzelpersonen ist bei der Darmstädter Sportstiftung an der falschen Adresse. Diese subventioniert weder Umbau- noch Sanierungsmanahmen von Vereinen und nur in wenigen Ausnahmefällen Sportgeräte. Bei Anträgen erwartet sie einen transparenten Finanzplan.

Ein zweites Handicap entwickelt sich auf der Einnahmen-Seite des Sozialwerks für die Stadt und den Landkreis Darmstadt/Dieburg: das chronische Zinstief für Geldanlagen. Schatzmeister Uwe Kuhl: „Es wird erstmal weniger. Gut verzinste Anlagen sind ausgelaufen.” Da bisher kaum ausgeschüttet wurde, empfahl der Schatzmeister die Zustiftung von 10 000 Euro vom Verein - Guthaben 17.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden - an die Stiftung, was das Stiftungskapital (derzeit 485.000 Euro) aufstockt. Nach der Bereinigung der Mitglieder-Liste (sechs Löschungen) und dem Beitritt des TV Eberstadt beträgt die Mitgliederzahl 295.

Die Manöverkritik zur Premiere des „Sport-Gebabbel” beim Frühschoppen für ehemalige Sportler und Funktionre am Heinerfest-Samstag (erstes Juli-Wochenende) fiel zwiespältig aus. Idee der Talkrunde gut und ausbaufähig, Geruschkulisse zu hoch. 1000 Euro hat die Sportstiftung als Mitveranstalter in den Frühschoppen investiert, weniger als ein Drittel der Kosten, die sie sich mit dem Heimatverein Darmstädter Heiner und dem Sportkreis Darmstadt/Dieburg teilt.

Die Spiel- und Sportgemeinschaft Eberstadt (Frderverein), bekommt auch 2014 wieder 500 Euro für die Nachwuchsarbeit (Fußball-Mannschaften) mit Kindern aus dem Problemviertel Eberstadt Süd III, obwohl die Kooperation mit dem VfR Eberstadt Schwierigkeiten bereitet. Vorstand und Beirat unterstützen jedoch die nachhaltige Arbeit von Gründer Wilfried Omann (78), der die Mittel eins zu eins für etwa 80 Kinder investiert.

Die Wilhelm-Hauff-Schule in Eberstadt hat nach dem Psychomotorik-Projekt, das mangels Übungsleiter 2013 auslief, nun ein Kinder-Yoga-Angebot aufgelegt. Dieses ist der Sportstiftung 750 Euro wert. Die 29. Vortragsreihe des Darmstädter Sport-Forums - Thema „Sport und Stadt” - wird mit 750 Euro bedacht.

Vortrag: sportbedingte Hauterkrankungen

In ihrer Reihe „Sport und Gesundheit” veranstaltet die Darmstdter Sportstiftung am 16. Oktober um 18 Uhr in der Sparkasse Darmstadt am Luisenplatz (vierter Stock) einen weiteren Vortrag: Ernst Georg Hasche, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie Phlebologie (Gefäßerkrankungen), Oberarzt der Hautklinik am Klinikum Darmstadt, diskutiert Verletzungen und Erkrankungen der Haut bei sportlicher Betätigung. Den Beitrag überschreibt der Referent: „Höher, schneller, weiter - sportbedingte Hauterkrankungen.” Auch Therapie-Möglichkeiten und Prävention bei im Sport verbreitetem Fuß- und Nagelpilz stellt der Mediziner vor. hps
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Zinsverfall schmälert die Erträge

22. Juli 2014
Sportstiftung: Regie weitgehend bestätigt – Michael Vatter folgt Heinz Zulauf als zweiter Vorsitzender

Die Mitgliederversammlung der Darmstädter Sportstiftung stand im Zeichen des Zinsverfalls bei Kapitalanlagen, der die Ausschüttungen schmälert. In den Räumen der Sparkasse Darmstadt wählten rund 40 Vereinsvertreter, kommunale Delegierte und persönliche Mitglieder Michael Vatter (Weiterstadt) zum zweiten Vorsitzenden.

„Die hochverzinslichen Papiere sind alle ausgelaufen. Ich kann natürlich das Geld nur für absolut sichere Anlagen verwenden.“ Schatzmeister Uwe Kuhl schilderte in seiner Bilanz vor der Mitgliederversammlung der Darmstädter Sportstiftung das Dilemma: Die niedrigen Zinsen schmälern die Erträge und die Ausschüttungen bei Förderfällen. Das magere Zinsniveau zwischen 1,5 und 2,5 Prozent belastet die Arbeit des Sozialwerks für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg. Bankkaufmann Kuhl wartet bei Anlagen, ob und wann sich die Zinsen nach oben bewegen.

Der Schatzmeister bilanzierte am Mittwochabend das Vermögen mit 547?911 Euro. Das Stiftungskapital wuchs durch Zustiftung aus dem Verein um 10 000 auf 485?000 Euro. Freie Rücklage (25 000 Euro) sowie gebundene Rücklagen (30 700 Euro – davon 27 000 für den nach einem Turn-Unfall gelähmten Johannes Hablik aus Neutsch) – gehören zur Vermögensbilanz. Habliks Anteil wurde rückwirkend für die letzten zehn Jahre verzinst. 2013 wurde für ihn ein Spezialbett (Kosten 4200 Euro) von der Stiftung finanziert.

295 Mitglieder erwirtschafteten 2013 rund 15 000 Euro Beträge. Kuhl wies für den Verein im letzten Jahr ein Minus von 1500 Euro aus. Dieses wurde durch das Plus im Vorjahr (4300 Euro) aufgewogen.

Für Förderfälle und Projekte schüttete die Regie – Vorstand und Beirat – im vergangenen Jahr knapp 14?000 Euro aus. Oft mangelt es an qualifizierten Anträgen, vor allem aus den Vereinen. Häufig fehlt bei den Anträgen auch ein detaillierter Finanzplan.

Der Vorsitzende der Sportstiftung, Hans-Werner Erb, unterstrich in seiner Jahresbilanz einen anderen Missstand: „Augenfällig sind mehr Kündigungen von Städten und Gemeinden, mit der Begründung einer schlechten Haushaltslage.“ Einige Bürgermeister wurden inzwischen wieder umgestimmt von Vorstandsmitgliedern.

Erb verwies auf die harmonische Arbeit von Vorstand und Beirat mit durchaus kontroversen Diskussionen bei der Beurteilung von Förderanträgen, jedoch letztlich einvernehmlichen Entscheidungen. Neben den knapp 14 000 Euro an Ausschüttungen hob er die Vergabe des Jugendförderpreises, dotiert mit 5200 Euro hervor. SV Hering, TSV Richen, RW Darmstadt und SG Weiterstadt erhielten die Prämien 2013. Auch der Siegfried-Schmitt-Preis für kindgerechtes Training im Sport – Preisträger 2013 Jimmy Iwinsky, Vorsitzender und Trainer des Karate Clubs Budo do Tameshi Darmstadt – würdigt Leistungsträger im Hintergrund. Bei den Vorstandswahlen wurde Erbs Mannschaft überwiegend bestätigt. Eine Umbesetzung ergab sich auf der Stellvertreter-Position im Vorstand. Heinz Zulauf, der frühere Vorsitzende des Sportkreises 34 Dieburg, seit über zwei Jahrzehnten Vorstandmitglied der Sportstiftung, verzichtete aus gesundheitlichen Gründen auf die Wiederwahl . Mit Michael Vatter (45), Jugendleiter der Handball-Spielgemeinschaft HSG Weiterstadt/Braunhardt/Worfelden, fand sich ein jüngerer Nachfolger, der sich in der regionalen Sportlandschaft bewegt. Ein freier Platz im zwölfköpfigen Beirat soll über Schnupperofferten im Laufe des Jahres besetzt werden.

Den Vorstand des Sozialwerks für die Stadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg bilden für die nächsten beiden Jahre Hans-Werner Erb, Michael Vatter, Thomas Arnold-Münzberg (beide Stellvertreter), Uwe Kuhl (Schatzmeister) und Sigrid Knauber (Schriftführerin). Im Beirat arbeiten Margrit Schäfer, Hanna Cordier, Horst Blechschmidt, Friedel Sahm, Manfred Rentel, Karl-Heinz Siegl, Torsten Rasch, Hans-Dieter Karl, Hans-Peter Seubert, Ralf-Rainer Klatt und Sportmediziner Michael Weber. Sportmediziner Predrag Matic scheidet hier aus.hps
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Jugendförderpreis der Sportstiftung neu strukturiert

21. Januar 2014
Künftig 4000 Euro für maximal drei Vereine – Auch 2014 wieder ausgeschrieben Stiftungskapital steigt auf 485 000 Euro

Von Hans-Peter Seubert
Vorstand und Beirat der Darmstädter Sportstiftung haben den Jugendförderpreis neu strukturiert. In der letzten Sitzung 2013 in den Räumen der Volksbank Darmstadt-Südhessen einigten sich beide Gremien, ab 2014 den Preis mit 4000 Euro zu dotieren und künftig bis zu drei Vereine zu bedenken.

Bisher war der Jugendförderpreis der Darmstädter Sportstiftung, der seit fast 20 Jahren vergeben wird, mit 5200 Euro dotiert. Das Preisgeld wurde unter vier Vereinen, je zwei aus den Sportkreisen Darmstadt und Dieburg, aufgeteilt. Nach der Fusion der beiden Sportkreise Anfang Juni 2013 in Roßdorf war eine Reform notwendig. Sie ist zugleich der Entwicklung geschuldet, dass in den letzten Jahren zwar quantitativ genug Bewerbungen vorlagen, diese aber qualitativ oft Wünsche offen ließen.
Deshalb entschloss sich die Regie der Sportstiftung jetzt zu mehr Flexibilität: Künftig kann ein Verein mit einer herausragenden Bewerbung auch ein höheres Preisgeld erzielen, oder es können lediglich zwei Clubs ausgezeichnet werden. Der Schnitt bei der Dotierung ist auch eine Reaktion auf das rapide gesunkene Zinsniveau, das Erträge von Stiftungen und damit auch den finanziellen Spielraum der Darmstädter Sportstiftung beschneidet.
Der Jugendförderpreis ist 2014 wieder ausgeschrieben. Auf der Homepage www.darmstaedter-sportstiftung.de ist ein Fragebogen hinterlegt, der die Grundlage für eine Bewerbung bildet.

Die Regie beschloss zugleich, das Stiftungskapital durch Zustiftung von 10 000 Euro auf 485 000 Euro aufzustocken. Eine freie Rücklage (25 000 Euro) und eine gebundene Rücklage (knapp 28?000 Euro) für den nach einem Turn-Unfall von den Schultern ab gelähmten Johannes Hablik (Neutsch) reichern das Vermögen an. Aus der Rücklage für Hablik wurden jetzt 4220 Euro für ein spezielles Pflegebett ausgegeben, das die Krankenkasse nicht finanzierte.

Schatzmeister Uwe Kuhl berichtete: „Wir haben im Moment noch zirka 6000 Euro verfügbare Mittel.“ Das rührt mit daher, dass Förderanträge nicht ausführlich genug begründet sind (Finanzplan) oder nicht der Satzung und dem Stiftungszweck entsprechen. Gefördert werden in der Regel auch keine Sportgeräte und Baumaßnahmen.

Eine Spende von Karl-Heinz Braun (Griesheim), ein Urgestein der südhessischen Sportszene, bessert die Finanzen auf. Braun verzichtete zum 85 Geburtstag auf Geschenke und warb dafür 670 Euro für die Sportstiftung ein – nicht zum ersten Mal. Das Sozialwerk für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg zählt derzeit 295 Mitglieder: Vereine, Kommunen, Firmen und persönliche Förderer. Mit SV Hahn und FC Ober-Ramstadt kamen zwei Clubs hinzu.

Jugendföderpreis 2014

Nähere Informationen gibt es hier.
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