Darmstädter Sportstiftung

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Mitgliederversammlung der Darmstädter Sportstiftung

14. Mai 2018
Vorstand bei den Wahlen bestätigt

Bei der Mitgliederversammlung der Darmstädter Sportstiftung am 24. April 2018 in den Räumen der Sparkasse Darmstadt konnte der Vorsitzende Hans-Werner Erb rund 30 der derzeit 283 Mitglieder des Fördervereins der Darmstädter Sportstiftung begrüßen. Die Mitgliederzahlen seien im Berichtszeitraum relativ konstant geblieben und gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern hätten vier Vorstandssitzungen stattgefunden berichtete Erb. Die im Frühjahr durchgeführte Werbeaktion zur Gewinnung neuer Mitglieder habe nicht den gewünschten Erfolg gehabt, da von allen angeschriebenen Vereinen im Sportkreis Darmstadt/Dieburg nur wenige Rückmeldungen erfolgt seien. Jedoch arbeite sowohl der Beirat als auch der Vorstand weiter daran, die Mitgliederzahlen zu erhöhen. Die Förderung der Vereine und Mitglieder sei jedoch nach wie vor das Hauptziel der Darmstädter Sportstiftung, berichtete Erb. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 12.050 Euro für Förderfälle ausgegeben. Zu nennen sind hier beispielsweise ein Trainingszuschuss für bedürftige Kinder, die Bewegungsförderung von Kindern einer Grundschule, wie in den Vorjahren die Unterstützung des Sportforums der TU Darmstadt und des Sportlerfrühschoppens im Rahmen des Heinerfestes. Eine besondere Unterstützung erfuhr die Familie des Turners Michael Serth, der sich beim Training eine Verletzung der Halswirbelsäule zuzog. Der dringend benötigte Rollstuhlmotor wurde von der Sportstiftung mit 4.500 Euro bezuschusst.

Der Siegfried-Schritt-Preis 2017 sei in der Vorstandssitzung im November an Joachim Risch von der Handballspielgemeinschaft Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden e.V. verliehen worden, der seit vielen Jahren mit unermüdlichem Engagement die Handball-Minis betreut und trainiert und darüber hinaus viele weitere Funktionen im Verein wahrnimmt. Die jeweils mit 1.000 Euro dotierten Jugendförderpreise seien an den ASC Darmstadt, den TV Sickenhofen und den TV Nieder-Beerbach verliehen worden.
Schatzmeister Uwe Kuhl machte in seiner Wirtschaftsbilanz erneut deutlich, dass die derzeitige Situation am Kapitalmarkt die Arbeit der Stiftung erschwere, da sich die Zinserträge mit rund 2.500 Euro weiter verringert hätten. Trotz der ausgeschütteten 12.050 Euro für Förderfälle konnte man aufgrund einer Zustiftung in Höhe von 10.000 Euro sowie einer Zuwendung für Unterstützungsfälle in Höhe von 5.000 Euro aus dem Förderverein ein kleines Plus von rund 5.000 Euro erzielen, was das Stiftungsvermögen auf 603.240 Euro anwachsen lies. 25.000 Euro sind aus dem Stiftungsvermögen für freie Rücklagen für akute Härtefälle sowie 28.700 Euro zweckgebundene Rücklagen für den nach dem Turnunfall gelähmten Johannes Hablik gebunden.
Der Förderverein konnte insgesamt 15.200 Euro an Einnahmen verzeichnen, die sich aus Mitgliedsbeiträgen in Höhe von 14.900 Euro und einer Spende in Höhe von 300 Euro zusammen setzen. Zum 31.12.2017 hatte der Förderverein ein Vermögen in Höhe von 4.960 Euro.
Nach der Genehmigung des Jahresabschlusses durch die Mitglieder stand die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. Horst Blechschmidt übernahm kurzerhand die Sitzungsleitung, dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit und schlug den bisherigen 1. Vorsitzenden Hans-Werner Erb zur Wahl vor. Dieser wurde einstimmig wiedergewählt und übernahm dann wieder die Sitzungsleitung. Auch die übrigen bisherigen Mitglieder des Vorstandes wurden von der Mitgliederversammlung wiedergewählt: Thomas Arnold-Münzenberg und Michael Vatter fungieren weiterhin als 2. Vorsitzende, Uwe Kuhl als Schatzmeister und Christian Kühn, der bislang nur kommissarisch tätig war, als Schriftführer.

Im Anschluss begrüßte der Vorsitzende Erb Herrn Prof. Dr. Josef Wiemeyer, der einen sehr interessanten Impulsvortrag über den aktuellen Stand der Sportwissenschaft an der TU Darmstadt hielt.
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Darmstädter Sportstiftung würdigt Arbeit von vier Vereinen

15. Dezember 2017
Manfred Rentel, Torsten Rasch und Christian Kühn hat es sich nicht leicht gemacht, aus den qualitativ guten Bewerbungen die diesjährigen Preisträger zu ermitteln. Ausschlaggebend für die Wahl der nachfolgend näher beschriebenen Preisträger waren auch Leistungen im sportlichen und sozialen Bereich, die eine nachhaltige Wirkung über die Vereinsaktivitäten hinaus zeigen.

Der TV 1909 Sickenhofen verzeichnet per heute 241 Mitglieder. Der Anteil der ausländischen Kinder und Jugendlichen im Verein beträgt 10%. Der Verein zählt derzeit 5 Kinder- und Jugend-Turngruppen im Alter von 1-14 Jahren, 2 Frauengymnastik- und 1 Männergymnastikgruppe sowie 1 Step-Aerobic- und 1 Zumba-Gruppe. Darüber hinaus gibt es noch eine sehr aktive Jogging-Gruppe für Jugendliche. Kinder und Jugendliche von ausländischen Familien werden problemlos in die Turngruppen integriert.

Die Turngruppen haben große Erfolge mit der Integration von behinderten Kindern. So haben im letzten Jahr 22 Kinder- und Jugendliche sowie 7 Jugendliche mit Behinderung die Disziplinen für das Sportabzeichen absolviert. Im Verein aktiv ist ein 100%ig behinderter, 13jähriger Junge, der als 3-jähriger in den Verein kam und im letzten Jahr das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung in Gold machen konnte und das in diesem Jahr wieder schaffen wird.

Hervorzuheben ist auch eine Kooperation mit der Grundschule Hergershausen im Leichtathletiksport. Auf der eigenen Leichtathletikanlage wird für das Sportabzeichen geübt. Im Gegenzug hilft der Sportverein bei Sportveranstaltungen wie z.B. bei der Ausrichtung der Bundesjugendspiele. Von der Schule werden wiederrum Kinder und Jugendliche zur Abnahme des Sportabzeichens dem Verein gemeldet.

Der Turnverein 1894 Nieder-Beerbach verzeichnet 661 Mitglieder, wobei ungefähr jeweils die Hälfte männlich und weiblich und knapp 300 Kinder und Jugendliche darunter sind. Der Anteil ausländischer Kinder und Jugendlicher im Verein, beträgt ca. 10%. Der Verein besteht aus 12 Abteilungen. Über 20 Trainer, Übungsleiter und Helfer gestalten den Übungsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport, Fitness- und Gesundheitssport und den Sportarten Trampolin, Turnen, Tischtennis und Tennis. In den Abteilungen Trampolinturnen und Tischtennis erhalten leistungsfähige Sportler geeignete Voraussetzungen, die Erfolge sogar auf Bundesebene möglich machen.

Dem Bewegungsdrang der Kinder wird beim Trampolinturnen gerecht. Spielerisch werden der Gleichgewichtsinn und das Koordinationsvermögen geschult. Das Tischtennisspiel für Kinder unterstützt durch gezielte Reize z.B. die Entwicklung der Auge-Hand-Koordination. Als besondere Leistungen sind die Kooperationsprojekte mit Schulen, so die Tischtennis AG mit der Frankensteinschule Nieder-Beerbach und die Trampolin und Sportspiele AG mit der Pfaffenbergschule Nieder-Ramstadt, hervorzuheben.

Der Gesundheitssport genießt im Verein einen großen Stellenwert. Bereits für Kleinkinder in Begleitung der Eltern gibt es Turnangebote. Das vereinseigene Fitness-Studio bietet Trainingsangebote für die heranwachsenden Jugendlichen bis hin zu den Senioren.

Die Integration von Menschen mit Behinderungen sowie die ausländischer Mitbürger in den Verein und die laufenden Projekte sind eine Selbstverständlichkeit.

Neben dem Sportprogramm gibt es ein vielfältiges Engagement der Jugend im Verein. Der Jugendausschuss, aus dem auch der Technikausschuss hervorgeht, ist für den Auf- und Abbau von Technikanlagen bei Veranstaltungen verantwortlich und bietet die Einarbeitung in die Beschallungstechnik in der vereinseigenen Halle an. Ebenso steht er für die Pflege des Frankenstein-Bergturnfest-Geländes und der Sportanlage des TV Nieder-Beerbach in der Mitverantwortung.

Auch Kulturangebote kommen nicht zu kurz. Großer Beleibtheit erfreut sich die Kindertheatergruppe. Weitere Aktionen mit großem sozialem Hintergrund wie das Castle Action Camp-Wochenende runden ein umfassendes Engagement des Vereins bei der Förderung der Kinder- und Jugendentwicklung ab.

Deutscher Alpenverein, Sektion Darmstadt-Starkenburg, hat ca. 9.900 Mitglieder die in 10 Abteilungen aktiv sind. Der Anteil der Jungendlichen bis 18 Jahre beträgt ca. 18%. Der Verein ist besonders stolz auf seine Inklusionsgruppen für Kinder und Jugendliche. Kooperationen bestehen mit diversen Schulen in Darmstadt sowie der TU Darmstadt. Die Jugend engagiert sich ehrenamtlich bei Umweltprojekten im Odenwald und in den Alpen. Klettersportveranstaltungen in ganz Deutschland, Kletterhallentreffen und Spiel und Sportfeste runden die umfassenden (Sport-) Aktivitäten ab. Neben dem Sportprogramm werden Freizeiten im europäischen Ausland mit kulturellem Hintergrund und Patenschaften für Alpenwege übernommen.

ASC Allgemeiner Sportclub Darmstadt e.V. betreut 608 Mitglieder in zwei Abteilungen. Darin sind ca. 270 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre enthalten. Der Anteil ausländischer Kinder und Jugendlicher beträgt 8%. Im Verein gibt es eine Jugendordnung. Jugendwart und Schülerwart werden jährlich bei der Jugendversammlung gewählt und sind stimmberechtigte Mitglieder im Gesamtvorstand. Mit diversen Darmstädter Schulen gibt es Kooperationsvereinbarungen. Im Jahre 2016 wurde das Projekt „Sport für junge Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Neben dem laufenden Sportprogramm werden Trainingslager mit Freizeitaktivitäten z.B. Schwimmen, Bowling, Kino, Kino etc. durchgeführt. Für die Leistungen der Jungend im Verein wurden diverse Preise in Empfang genommen. So zum Beispiel Sterne des Sports 2008, Ludwig-Metzger-Preis 2013, HLV „Nachwuchsverein des Jahres 2015“ sowie 3 Einzelehrungen im Jahr 2016 „Verdiente Jugendliche und junge Erwachsene“.
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Ein „echter Heiner“ für Joachim Risch

30. November 2017
Siegfried-Schmitt-Preis für Handballtrainer / Jugendförderpreis geht an vier Vereine

Seit mehr als 30 Jahren trainiert Joachim Risch die Handball-Minis der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden. „Er zieht immer alle mit, die Kinder sind mit vollem Einsatz dabei“, sagte Michael Vatter, stellvertretender Vorsitzender der Darmstädter Sportstiftung, in seiner Laudatio über Risch. Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement ist der Braunshardter Handballtrainer von der Sportstiftung mit dem Siegfried-Schmitt-Preis ausgezeichnet worden.

Sechs Kriterien bestimmen Preisvergabe

Die Sportstiftung vergibt den Preis jedes Jahr an Übungsleiter, die sich in ihren Vereinen besonders engagieren. Kreativität im Training, neue Methoden und die Übernahme von organisatorischen Funktionen im Verein sind dabei nur einige der sechs Bewertungskriterien. Mindestens drei Punkte müssen erfüllt sein, um ausgezeichnet zu werden. „Ritschi“, wie Joachim Risch im Verein genannt wird, „erfüllt sogar fünf davon“, erklärte Vatter die Wahl der Jury.

Der Braunshardter, der am Tag der Preisverleihung seinen 59. Geburtstag feierte, sei für viele Handballkinder der erste Trainer gewesen, der es durch seine Begeisterungsfähigkeit und sein Engagement geschafft habe, viele Talente an den Aktivenbereich heranzuführen, ergänzte Vatter.

Für seine Leistung wurde Risch vom Vorsitzenden der Sportstiftung, Hans-Werner Erb, der „echte Heiner“, eine kleine Statue aus Bronze überreicht. Außerdem erhielt Risch 250 Euro für die Jugendarbeit bei der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden. „Ich möchte mich bei allen Unterstützern bedanken, ohne die ginge es nicht“, sagte Risch nach der Preisverleihung.

Mit dem Jugendförderpreis, der mit 1000 Euro dotiert ist, wurden in diesem Jahr vier Vereine ausgezeichnet. Der ASC Darmstadt konnte sich wegen seiner Kooperation mit Schulen ebenso über die Ehrung freuen wie der Alpenverein Darmstadt, der sich gezielt für Inklusion einsetzt. Aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg dürfen sich der TV Sickenhofen und der TV Nieder-Beerbach über die Auszeichnung freuen.

Hans-Werner Erb beklagte, dass es in diesem Jahr wenige Bewerbungen gegeben habe und betonte, dass Vereine die Möglichkeiten der Stiftung nutzen sollten. „Wir können und wollen die Vereine und Sportler weiterhin unterstützen.“

Von Prisca Jourdan
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Nachruf für Hans-Peter Seubert

15. Mai 2017
Er hat seinen Kampf gegen eine heimtückische Krankheit nicht erfolgreich führen können. Die Mitglieder, der Vorstand und der Beirat der Darmstädter Sportstiftung trauern um ihren Sportfreund und Kollegen Hans-Peter Seubert.

Als Beiratsmitglied und zuletzt im Vorstand und vor allem als Berichterstatter ist er viele Jahre für die Darmstädter Sportstiftung aktiv gewesen. Seine Präsens auf vielen Feldern des Sports, seine Sprachfähigkeiten, Sport zu beschreiben, zum Sport aufzurufen aber auch den Sport und seine Organisationen kritisch zu hinterfragen werden uns fehlen.

Fehlen wird uns Hans-Peter-Seubert zukünftig auch als Ansprech- und Gesprächspartner, als aufmerksamer Zuhörer. Probleme erkennen und analysieren war immer verbunden mit dem Angebot seiner Hilfe. Das war sein Stil und Problemlösung sein Ziel. In Jurys hat er sich eingesetzt und sein feines Gespür für Gerechtigkeit und sein Wille, großzügig dort zu unterstützen, wo er es für sinnvoll und notwendig erachtete, haben Beratungsprozesse konstruktiv begleitet und Entscheidungsfindungen gelenkt.

Die Arbeit in und für die Darmstädter Sportstiftung mit dem Blick auf die Vereine und Menschen, die Hilfe und Unterstützung benötigten, war für Hans-Peter immer ein Herzensanliegen. Wir werden ihn nicht ersetzen können. Aber er hat in der Darmstädter Sportstiftung bleibende Spuren hinterlassen, nicht zuletzt durch seine nimmermüde Zuversicht, helfen zu können. Daran werden wir uns sehr gerne und oft erinnern und ihm so ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinem großen Freundeskreis, besonders jedoch seiner Frau Christine und seinem Sohn Florian.
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Mitgliederversammlung der Darmstädter Sportstiftung – Gedenken an Vorstandsmitglied Hans-Peter Seubert

03. Mai 2017
Bei der Mitgliederversammlung der Darmstädter Sportstiftung am 3. Mai 2017 in den Räumen der Sparkasse Darmstadt konnte der Vorsitzende Hans-Werner Erb rund 40 der derzeit 287 Mitglieder des Fördervereins Darmstädter Sportstiftung begrüßen.
Vor dem Bericht des Vorsitzenden gedachten alle Anwesenden dem kürzlich verstorbenen Vorstandsmitglied Hans-Peter Seubert, der nach kurzer aber schwerer Krankheit vor einigen Tagen verstorben ist. Hans-Peter Seubert, der über Jahre die Sportstiftung immer hervorragend im Darmstädter Echo begleitet hat, war erst im letzten Jahr vom Beirat in den Vorstand aufgerückt, um dort die Funktion des Schriftführers auszuüben. Er wird in der Sportstiftung mit seinem Rat in allen Fragen des Sports, seinen Presseberichten und insbesondere als Mensch fehlen. Seine Funktionen als Schriftführer und Pressewart werden bis auf weiteres Christian Kühn und Michael Vatter aus dem Beirat/Vorstand übernehmen.

Der Vorsitzende Hans-Werner Erb berichtete, dass die Mitgliederzahlen relativ konstant geblieben seien und dass im Berichtszeitraum vier Vorstandssitzungen gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern stattgefunden haben. Die Förderung der Vereine und Mitglieder sei nach wie vor das Hauptziel der Darmstädter Sportstiftung. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 11.050 Euro für Förderfälle ausgegeben. Unterstützt wurden beispielsweise ein Flüchtlingsprojekt, das aus einer im Jahr 2013 zweckgebundenen Spende von
4.000 Euro bezuschusst wurde, ein Gewaltpräventionskonzept, ein Trainingszuschuss für bedürftige Kinder, Fahrtkostenzuschüsse in Sonderfällen sowie wie in den Vorjahren das Sportforum der TU Darmstadt. Im vergangenen Jahr sei zudem der Sportlerfrühschoppen im Rahmen des Heinerfestes unterstützt worden, der aufgrund des geänderten Einladungsmodus eine stärkere Resonanz gefunden habe.
Der Siegfried-Schritt-Preis 2016, so Hans-Werner Erb, sei in der Vorstandssitzung im Dezember 2016 an Harald-Michael Jung von der TSG 46 Darmstadt für sein jahrelanges unermüdliches Wirken im Jugendbereich verliehen worden. Der Siegfried-Schmitt-Preis 2017 soll voraussichtlich im Herbst verliehen werden, wenn die eingegangen Bewerbungen ausgewertet worden sind. Erb berichtet weiter, dass Ende März 2017 eine gut besuchte Veranstaltung zum Thema „Inklusion und die Rolle in der Stadtgesellschaft“ von der Stiftung durchgeführt wurde.

In seiner Wirtschaftsbilanz machte Schatzmeister Uwe Kuhl deutlich, dass aufgrund der derzeitigen Situation am Kapitalmarkt immer weniger Zinserträge erwirtschaftet werden können. So konnte die Stiftung im letzten Jahr nur noch 4.400 Euro Zinsertrag verbuchen. Jedoch konnte man trotz der ausgeschütteten 11.050 Euro für Förderfälle aufgrund einer Zustiftung in Höhe von 10.000 Euro aus dem Förderverein, ein kleines Plus von 3.292,92 Euro erzielen, was das Stiftungsvermögen auf 597.874,84 Euro anwachsen lies. Aus dem Stiftungsvermögen sind derzeit 25.000 Euro freie Rücklagen für akute Härtefälle, sowie ca. 28.500 Euro zweckgebundene Rücklagen für den nach dem Turnunfall ab den Schultern gelähmten Johannes Hablik gebunden.
Der Verein konnte Einnahmen von insgesamt 15.200 Euro verzeichnen, die sich aus Mitgliedsbeiträgen in Höhe von 14.900 Euro und aus einer Spende in Höhe von 300 Euro zusammen setzen. Das Vermögen des Fördervereins zum 31.12.2016 beträgt
7.104,24 €.

Auch im Jahr 2017 werden verschiedene Maßnahmen wieder unterstützt. Es sind dies das Darmstädter Spielefest am 25. Juni 2017, der Sportler-Frühschoppen beim Heinerfest am 1. Juli 2017 sowie das Darmstädter Sportforum im Herbst 2017, das vom Institut für Sportwissenschaft zusammen mit dem Sportkreis Darmstadt-Dieburg veranstaltet wird.

Im Anschluss begrüßte der Vorsitzende Erb Frau Meike Freitag aus dem Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport, die für ein Kurzreferat zum Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ gewonnen werden konnte. Frau Freitag, eine ehemalige Schwimmerin, die mehrfach erfolgreich bei Olympiaden teilgenommen hat, sowie mehrere Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften erringen konnte, ist Referatsleiterin für Grundsatzfragen des Sports und der Sportförderung, Förderung der Integration und Prävention, Großveranstaltungen. Sie betreut unter anderem das Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport. Den interessierten Zuhörern berichtete sie über das zum 1. Januar 2016 aufgelegte Programm, das im Februar 2017 aufgrund des großen Erfolges verlängert wurde. Ziel des Programmes sei es, die Hessischen Städte und Gemeinden bei der Integration von Flüchtlingen in und durch den Sport zu unterstützen.
Die Umsetzung erfolgt in enger Kooperation mit der Sportjugend Hessen und ist u.a. für Städte und Gemeinden gedacht, die zum Antragszeitpunkt mehr als 40 Flüchtlinge untergebracht haben. Gewährt werden Aufwandsentschädigungen für die Sportcoaches, Übungsleitervergütung, Sachmittel für Sportangebote mit Flüchtlingen sowie Einmalzahlungen für Schulungsmaßnahmen der Sportcoaches. Weiter berichtete Frau Freitag, dass es in Hessen derzeit rund 350 aktive Sportcoaches gibt. Im Jahr 2016 wurden rund 2,3 Millionen Euro aus dem Landesprogramm in fast allen Sportarten, in denen die Integration von Flüchtlingen erfolgt, bewilligt. Antragsberechtigt sind die jeweiligen Städte und Kommunen, die allesamt über das Landesprogramm vom zuständigen Ministerium informiert wurden.
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Sportstiftung zeichnet TSG-Trampolintrainer Harald Michael Jung aus

10. Dezember 2016
DARMSTADT - Als Kleinkind kam Harald Michael Jung ins Kinderturnen der Darmstädter Turn- und Sportgemeinde (TSG) 1846, dem Sportverein am Woog – und er ist ihm bis heute treu geblieben. An der ehemaligen Technischen Hochschule Darmstadt, heute TU, studierte Jung Sportwissenschaften und befasste sich mit Trainings- und Übungsmethoden, heute ist er Sportlehrer. Für seine sportpädagogische Arbeit im Verein wurde er nun mit dem Siegfried-Schmitt-Preis ausgezeichnet.

„Vor 50 Jahren begann Harald Michael Jung seine Sportkarriere, seit 40 Jahren ist er in unterschiedlichen Funktionen, insbesondere im Kinder- und Jugendsport unterwegs“, sagte Ralf-Rainer Klatt, der Sportbeauftragte der Stadt und Mitglied der dreiköpfigen Jury, in seiner Laudatio bei der Preisverleihung in den Räumen der Sparkasse. Der Preis wird vergeben an Persönlichkeiten, die kontinuierlich in der Übungs- und Trainingsarbeit mit Kinder- und Jugendgruppen tätig sind, die mit speziellen Gruppen, etwa mit Kindern mit Behinderung arbeiten, die sich für neue Trainingsmethoden einsetzen, die junge Sportler motivieren und die sich im Idealfall in der Verbands- oder Vereinsarbeit stark machen.

Auf vielen Ebenen des Turnsports engagiert

Um den Preis zu bekommen, muss man nicht alle Kriterien erfüllen – im Fall von Harald Michael Jung ist das aber so. Er arbeitete im Vereinsjugendvorstand mit, war Jugendwart im Turngau Main-Rhein, arbeitete auf Landesebene im Bereich Presse, war Landeskampfrichter für Trampolin und „Beauftragter für Talente, Sportlager und internationale Begegnungen“. Auch war er 1976 Mitbegründer der Trampolinabteilung in der TSG. Damit war die TSG der erste Verein in Deutschland, der diese Sportart aus den USA übernahm.

Nachdem sich für Jung das Turnen bald als „seine“ Sportart herausgestellt hatte, kam nun das Trampolinturnen hinzu. Jung fing sofort Feuer und erzählt auch warum: „Zwei Sekunden fliegen“, sagt er, das sei das Besondere, frei nach den Worten des Trampolin-Erfinders George Nissen: „Two Seconds of Freedom“. Er selbst hat früher auf Wettkampfebene geturnt. Nun beschäftigen ihn vor allem der pädagogische Nutzen und die konkrete Anwendung. Das Trampolin sei gerade auch in der Arbeit mit jungen Menschen, die sich nicht oder kaum bewegen können, äußerst wertvoll. Mit einem Kollegen arbeitet er gerade an einem Trainingskonzept für Behinderte. Inklusion und Integration sind ihm ein echtes Anliegen und so freut er sich, dass sich der Turnriege der jungen Männer gerade zwei Flüchtlinge angeschlossen haben.

Für den echten „Heiner“ Jung gab es einen kleinen bronzenen Heiner und 250 Euro für die Vereinsarbeit.

Von Bettina Bergstedt
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