Darmstädter Sportstiftung

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Jugendförderpreis der Sportstiftung neu strukturiert

21. Januar 2014
Künftig 4000 Euro für maximal drei Vereine – Auch 2014 wieder ausgeschrieben Stiftungskapital steigt auf 485 000 Euro

Von Hans-Peter Seubert
Vorstand und Beirat der Darmstädter Sportstiftung haben den Jugendförderpreis neu strukturiert. In der letzten Sitzung 2013 in den Räumen der Volksbank Darmstadt-Südhessen einigten sich beide Gremien, ab 2014 den Preis mit 4000 Euro zu dotieren und künftig bis zu drei Vereine zu bedenken.

Bisher war der Jugendförderpreis der Darmstädter Sportstiftung, der seit fast 20 Jahren vergeben wird, mit 5200 Euro dotiert. Das Preisgeld wurde unter vier Vereinen, je zwei aus den Sportkreisen Darmstadt und Dieburg, aufgeteilt. Nach der Fusion der beiden Sportkreise Anfang Juni 2013 in Roßdorf war eine Reform notwendig. Sie ist zugleich der Entwicklung geschuldet, dass in den letzten Jahren zwar quantitativ genug Bewerbungen vorlagen, diese aber qualitativ oft Wünsche offen ließen.
Deshalb entschloss sich die Regie der Sportstiftung jetzt zu mehr Flexibilität: Künftig kann ein Verein mit einer herausragenden Bewerbung auch ein höheres Preisgeld erzielen, oder es können lediglich zwei Clubs ausgezeichnet werden. Der Schnitt bei der Dotierung ist auch eine Reaktion auf das rapide gesunkene Zinsniveau, das Erträge von Stiftungen und damit auch den finanziellen Spielraum der Darmstädter Sportstiftung beschneidet.
Der Jugendförderpreis ist 2014 wieder ausgeschrieben. Auf der Homepage www.darmstaedter-sportstiftung.de ist ein Fragebogen hinterlegt, der die Grundlage für eine Bewerbung bildet.

Die Regie beschloss zugleich, das Stiftungskapital durch Zustiftung von 10 000 Euro auf 485 000 Euro aufzustocken. Eine freie Rücklage (25 000 Euro) und eine gebundene Rücklage (knapp 28?000 Euro) für den nach einem Turn-Unfall von den Schultern ab gelähmten Johannes Hablik (Neutsch) reichern das Vermögen an. Aus der Rücklage für Hablik wurden jetzt 4220 Euro für ein spezielles Pflegebett ausgegeben, das die Krankenkasse nicht finanzierte.

Schatzmeister Uwe Kuhl berichtete: „Wir haben im Moment noch zirka 6000 Euro verfügbare Mittel.“ Das rührt mit daher, dass Förderanträge nicht ausführlich genug begründet sind (Finanzplan) oder nicht der Satzung und dem Stiftungszweck entsprechen. Gefördert werden in der Regel auch keine Sportgeräte und Baumaßnahmen.

Eine Spende von Karl-Heinz Braun (Griesheim), ein Urgestein der südhessischen Sportszene, bessert die Finanzen auf. Braun verzichtete zum 85 Geburtstag auf Geschenke und warb dafür 670 Euro für die Sportstiftung ein – nicht zum ersten Mal. Das Sozialwerk für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg zählt derzeit 295 Mitglieder: Vereine, Kommunen, Firmen und persönliche Förderer. Mit SV Hahn und FC Ober-Ramstadt kamen zwei Clubs hinzu.

Jugendföderpreis 2014

Nähere Informationen gibt es hier.
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Zu wenige Anträge und zu niedrige Zinsen

01. Januar 2014
Darmstädter Sportstiftung schüttet 2014 bisher lediglich 3500 Euro aus

„Wir haben bis jetzt lediglich 3500 Euro ausgeschüttet – so wenig wie noch nie.“ Diese Zwischenbilanz 2014 zog Schatzmeister Uwe Kuhl bei der September-Sitzung von Vorstand und Beirat der Darmstädter Sportstiftung in den Räumen der Sparkasse Darmstadt. Grund sind zu wenige Anträge. Manch ein Ansinnen von Vereinen, Schulen und Sportorganisationen oder Einzelpersonen ist bei der Darmstädter Sportstiftung an der falschen Adresse. Diese subventioniert weder Umbau- noch Sanierungsmaßnahmen von Vereinen und nur in wenigen Ausnahmefällen Sportgeräte. Bei Anträgen erwartet sie einen transparenten Finanzplan.

Ein zweites Handicap entwickelt sich auf der Einnahmen-Seite des Sozialwerks für die Stadt und den Landkreis Darmstadt/Dieburg: das chronische Zinstief für Geldanlagen. Schatzmeister Uwe Kuhl: „Es wird erstmal weniger. Gut verzinste Anlagen sind ausgelaufen.“ Da bisher kaum ausgeschüttet wurde, empfahl der Schatzmeister die Zustiftung von 10 000 Euro vom Verein – Guthaben 17 000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden – an die Stiftung, was das Stiftungskapital (derzeit 485 000 Euro) aufstockt. Nach der Bereinigung der Mitglieder-Liste (sechs Löschungen) und dem Beitritt des TV Eberstadt beträgt die Mitgliederzahl 295.

Die Manöverkritik zur Premiere des „Sport-Gebabbel“ beim Frühschoppen für ehemalige Sportler und Funktionäre am Heinerfest-Samstag (erstes Juli-Wochenende) fiel zwiespältig aus. Idee der Talkrunde gut und ausbaufähig, Geräuschkulisse zu hoch. 1000 Euro hat die Sportstiftung als Mitveranstalter in den Frühschoppen investiert, weniger als ein Drittel der Kosten, die sie sich mit dem Heimatverein Darmstädter Heiner und dem Sportkreis Darmstadt/Dieburg teilt.

Die Spiel- und Sportgemeinschaft Eberstadt (Förderverein), bekommt auch 2014 wieder 500 Euro für die Nachwuchsarbeit (Fußball-Mannschaften) mit Kindern aus dem Problemviertel Eberstadt Süd III, obwohl die Kooperation mit dem VfR Eberstadt Schwierigkeiten bereitet. Vorstand und Beirat unterstützen jedoch die nachhaltige Arbeit von Gründer Wilfried Oßmann (78), der die Mittel eins zu eins für etwa 80 Kinder investiert.

Die Wilhelm-Hauff-Schule in Eberstadt hat nach dem Psychomotorik-Projekt, das mangels Übungsleiter 2013 auslief, nun ein Kinder-Yoga-Angebot aufgelegt. Dieses ist der Sportstiftung 750 Euro wert. Die 29. Vortragsreihe des Darmstädter Sport-Forums – Thema „Sport und Stadt“ – wird mit 750 Euro bedacht.

Vortrag: sportbedingte Hauterkrankungen

In ihrer Reihe „Sport und Gesundheit“ veranstaltet die Darmstädter Sportstiftung am 16. Oktober um 18 Uhr in der Sparkasse Darmstadt am Luisenplatz (vierter Stock) einen weiteren Vortrag: Ernst Georg Hasche, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie Phlebologie (Gefäßerkrankungen), Oberarzt der Hautklinik am Klinikum Darmstadt, diskutiert Verletzungen und Erkrankungen der Haut bei sportlicher Betätigung. Den Beitrag überschreibt der Referent: „Höher, schneller, weiter – sportbedingte Hauterkrankungen.“ Auch Therapie-Möglichkeiten und Prävention bei im Sport verbreitetem Fuß- und Nagelpilz stellt der Mediziner vor. hps
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Sepa-Umstellung zum 1. Februar: Information steht oben an

16. November 2013
Sportstiftung Sportkreis Darmstadt/Dieburg und Sparkasse Darmstadt veranstalten gut besuchten Informationsabend

Bis zum 1. Februar müssen Vereine die Einzugsermächtigungen ihrer Mitglieder durch Lastschriftenmandate ersetzen. Grund dafür ist die Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (Sepa). Probleme wurden bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag erörtert.

„Wir hoffen, dass Sie und auch wir als Sparkasse bei der Umstellung im Februar kein Waterloo erleben“, sagte Georg Müller, der für die Sepa-Umstellung zuständige Abteilungsleiter bei der Sparkasse Darmstadt. Gemeinsam mit seinen Kollegen Michael Schmidt und Oliver Berg informierte Müller am Donnerstag Vertreter von Sportvereinen aus Darmstadt und dem Landkreis über die Tücken, die die Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums mit sich bringt. Zu der Veranstaltung hatten die Darmstädter Sportstiftung, der Sportkreis Darmstadt/Dieburg und die Sparkasse eingeladen.

Zur Freude der Referenten stellte sich früh heraus, dass die meisten Vereinsvertreter bereits erste Schritte eingeleitet und zumindest eine Gläubiger-Identifikationsnummer (ID) bei der Bundesbank beantragt haben. Diese ist für den Abschluss der folgenden Inkassovereinbarung mit dem Kreditinstitut zwingend erforderlich. Gleichwohl mussten die drei Sparkassen-Mitarbeiter etliche tiefer gehende Fragen beantworten.

Das Hauptinteresse galt dabei der Informationspflicht, der die Vereine bei der Sepa-Umstellung nachkommen müssen: So müssen die Mitglieder über die Gläubiger-ID des Vereins und ihre individuelle Mandatsreferenznummer – eine Zahl, die jedes Mitglied individuell erhält, meist ist es die Mitgliedsnummer – informiert werden. Zudem muss darauf verwiesen werden, dass die Beiträge vom entsprechenden Privatkonto eingezogen werden. Dieses ist gekennzeichnet durch IBAN (International Bank Account Number), dem Nachfolger der Kontonummer, und BIC (Bank Identifier Code), der international gültigen Bankleitzahl der Bank des Vereinsmitgliedes. Beides kann vergleichsweise problemlos mithilfe einer speziellen Software ermittelt werden – sofern die alten Kontodaten des Mitgliedes korrekt gespeichert wurden. Liegt dem Verein eine „alte“ Einzugsermächtigung vor, wird diese einfach in ein Sepa-Mandat umgewandelt. Eine Unterschrift ist nicht mehr erforderlich. Bei Neumitgliedern sieht das aber anders aus.

Darüber hinaus müssen die Mitglieder künftig explizit darauf hingewiesen werden, wann welcher Beitrag eingezogen wird. Die Information muss mindestens 14 Tage vor der Fälligkeit der Beiträge erfolgen. Die Lastschriften müssen wiederum einige Tage vor ihrer Fälligkeit beim Kreditinstitut eingereicht werden. Diese Fristen können je nach Kreditinstitut variieren. Um hierbei Rücklastschriften zu vermeiden, riet Michael Schmidt: „Warten Sie nicht bis zum letzten Tag. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher und reichen die Lastschriften etwas früher ein.“ Denn: „Der Gesetzgeber ist hier sehr fürsorglich mit dem Zahlungspflichtigen umgegangen.“ Bei der kleinsten Zuwiderhandlung kann die Lastschrift zurückgegeben oder das Mandat widerrufen werden.

Christopher Frank/ Darmstädter Echo
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Spezialbett für Johannes Hablik

08. Oktober 2013
Sportstiftung entnimmt 4220 Euro für gelähmten Turner aus der Rücklage für ihn

Vorstand und Beirat der Darmstädter Sportstiftung beschlossen dem von den Schultern ab gelähmten früheren Turner Johannes Hablik ein spezielles Krankenbett zu finanzieren. Die Sportstiftung zapft eine zweckgebundene Rücklage (29?000 Euro) an. Das Bett für Johannes Hablik, der nach einem Turnunfall gelähmt ist und von seiner Familie (Eltern und Schwester) in Neutsch betreut wird, kostet 4220 Euro. Die Ausgabe wurde bei der jüngsten Sitzung in den Räumen der Sparkasse Darmstadt abgesegnet. Ehrenvorsitzender Horst Blechschmidt, der mit der Familie Hablik Kontakt hält: „Die Kasse bezahlt diesmal nicht.“

Blechschmidt berichtete: „Dem Johannes geht es relativ zu seiner Krankheit gut.“ Im nächsten Frühjahr beendet er das Sportinformatik-Studium an der TU Darmstadt. Dann beginnt die Suche nach einem Arbeitsplatz. Hier will sich die Sportstiftung mit bemühen.

Schatzmeister Uwe Kuhl bilanzierte erneut, sinkende Zinsen für Geldanlagen, die Ausschüttungen für Förderfälle erschweren und die Zustiftung schmälern. Die Regie möchte jedoch Rücklagen nicht angreifen und muss künftig sparsamer wirtschaften. Das Vermögen der Stiftung bilanzierte Kuhl derzeit mit 535 300 Euro. Einmal mehr fehlte es an gut begründeten Förderanträgen, die dem Stiftungszweck entsprechen. Die vorliegenden wurden abgelehnt.

Die Mitgliederzahl gab Uwe Kuhl mit 295 an – Privatpersonen, Kommunen und Vereine. Durch Todesfälle verringerte sie sich leicht. Aber eine Reihe säumiger Mitglieder, die ihre Beiträge nicht zahlen, könnten noch aus der Statistik verschwinden. Neue Mitglieder sind schwer zu gewinnen, obwohl Vorstand und Beirat sich bemühen.

Im Herbst plant die Sportstiftung mit dem Sportkreis und den Banken (Sparkasse, Volksbank) einen Informationsabend zum Sepa-Lastschriftverfahren, das Mitglieder und Vereine im nächsten Jahr beschäftigen wird. hps
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Vorbildlicher Trainer

12. Juni 2013
Jimmy Iwinski erhielt Siegfried-Schmitt-Preis 2012

Bei den deutschen Kickbox-Meisterschaften in der Darmstädter Böllenfalltorhalle erhielt Jimmy Iwinski, Landestrainer, Vereinstrainer und Vorsitzender des Veranstalters Budo-Do-Tameshi, am Sonntag den Siegfried-Schmitt-Preis der Darmstädter Sportstiftung. Stiftungs-Vorsitzender Hans-Werner Erb und Laudator Ralf-Rainer Klatt, Mitglied der Jury, verliehen dem Pädagogen, Personal-Trainer und Vereinschef den Siegfried-Schmitt-Preis für kindgerechtes Training im Sport.

Diese Arbeitsqualität und Kreativität dokumentiert Jimmy Iwinski seit Jahrzehnten im Verein und unter anderem beim Bewegungsprojekt mit Erst- und Zweitklässlern an der Heinrich-Hoffmann-Grundschule in Darmstadt.

Siegfried-Schmitt-Preis 2012 für Jimmy Iwinski:  Laudator und Jury-Mitglied Ralf-Rainer Klatt (links) und Hans-Werner-Erb, Vorsitzender der Darmstädter Sportstiftung (rechts), überreichten bei den deutschen Kickbox-Meisterschaften in Darmstadt die Auszeichnung an den Trainer und Vorsitzenden des Kickbox-Clubs Budo-Do-Tameshi Darmstadt.  Bild:  Verein [klicken für größeres Bild]ZoomenSiegfried-Schmitt-Preis 2012 für Jimmy Iwinski: Laudator und Jury-Mitglied Ralf-Rainer Klatt (links) und Hans-Werner-Erb, Vorsitzender der Darmstädter Sportstiftung (rechts), überreichten bei den deutschen Kickbox-Meisterschaften in Darmstadt die Auszeichnung an den Trainer und Vorsitzenden des Kickbox-Clubs Budo-Do-Tameshi Darmstadt. Bild: Verein

„Ich war total überrascht”, bekannte der Geehrte: „Und freue mich sehr, dass meine ehrenamtliche Arbeit Anerkennung findet.” Ganz Sportsmann verweist der 63 Jahre alte Preisträger auf seine Mistreiter: „Ohne ständiges Feedback kann man alleine nicht viel ausrichten.”

Grundschul-Kindern möchte Iwinski, wie im Verein, neben besseren motorischen Fähigkeiten Grundwerte des Kickboxens vermitteln. „Das sind Respekt, partnerschaftliches Arbeiten, das Erkennen eigener Grenzen wie auch das Darüberhinausgehen und – nicht zu vergessen – ein gutes Selbstbewusstsein.”
Laudator Klatt: „Am überzeugendsten war, dass er für seine Grundschule ein eigenes Kickbox-Curriculum entwickelt hat. Und über den Motivatonskünstler: „In seinen Gruppen setzt er stets auf neue Trainingsmethoden und entwickelt selbst neue.”

Aus dem Schulprojekt sind inzwischen sechs Kinder im Verein Budo-Do-Tameshi. Die neun Jahre alte Mariam Haydari wurde vor Kurzem hessische Vizemeisterin und hatte sich für die deutschen Meisterschaften in Darmstadt qualifiziert. „Dort wurde sie auf Anhieb Fünfte”, berichtete der Trainer. Überhaupt seien in seinen Kindergruppen mittlerweile mehr Mädchen als Jungen. Im Kickbox-Verband Wako schätzt er den Frauen-Anteil auf 40 Prozent.
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Diskussion über die Zukunft der Sportstiftung

27. Mai 2013
Mitgliederversammlung erörtert Perspektiven – Zinserträge schrumpfen 534.434 Euro Stiftungsvermögen

Von Hans-Peter Seubert

Aufbruchstimmung bewegte die Mitgliederversammlung der Darmstädter Sportstiftung am Donnerstagabend in den Räumen der Sparkasse Darmstadt. Vorstand, Beirat und gut 50 Mitglieder erörterten Perspektiven für die Zukunft des Sozialwerks für die Stadt und den Landkreis. Ehrenvorsitzender Professor Horst Blechschmidt zog die Leitlinie der Sportstiftung: „Wir müssen als soziale Organisation der Stadt und der Region bekannter werden.“ Sinkende Mitgliederzahlen, geringer Bekanntheitsgrad, zu wenige Förderanträge, dazu Zinsverfall – was weniger Ausschüttung bedeutet – belasten die Entwicklung.

Mitglieder schlugen vor, die persönliche Ansprache von Firmen und Vereinsmitgliedern sowie Bürgermeistern in Kommunen zu verstärken. Auch eine Namensänderung, die nicht Darmstadt in den Vordergrund stellt, könnte fruchtbar sein. Tafeln mit dem Stiftungslogo für fördernde Firmen, bessere Vernetzung in den neuen Medien (Links) bis hin zu einem Präsentations-Video kamen als Anregungen.
Vorstand und Beirat nehmen die Vorschläge auf. In Arbeitskreisen hatten sie seit dem Entwurf eines Strukturpapiers im Oktober 2012 eigene Gedanken und Ideen entwickelt. Diese zielen in eine ähnliche Richtung und wurden während der Mitgliederversammlung vorgestellt. Impulse soll die engere Kooperation mit dem neuen, fusionierten Sportkreis Darmstadt-Dieburg geben. Dieser gründet sich am 7. Juni in Roßdorf. Hans-Werner Erb, Vorsitzender der Sportstiftung: „Hier versprechen wir uns bessere Zusammenarbeit, mehr Nähe zu den Vereinen und Synergien.“

Schatzmeister Uwe Kuhl listete auf, dass 180 Vereine, 96 Privatpersonen, 17 Städte und Gemeinden sowie sechs Firmen (insgesamt 297) die Sportstiftung tragen: „Ziel muss es sein, weitere Mitglieder zu gewinnen.“ Bekannte Sportler sollen als Gesichter geworben werden.
Hans-Werner Erb berichtete, dass 2012 etwa 16.250 Euro für Förderfälle ausgeschüttet wurden. Vom heilpädagogischen Reiten bis zur Förderung des Darmstädter 27. Sport-Forums reichten die Zuschüsse. Ärgerlich sei, dass immer mehr Städte und Gemeinden nicht mehr die 50 Euro Jahresbeitrag übrig hätten. Im Herbst wird die Stiftung ein Forum zum Thema „Sport und Behinderung” (Inklusion) veranstalten.
Schatzmeister Uwe Kuhl bilanzierte im Verein Einnahmen von 20.585 Euro (gut 15.000 Euro Mitgliedsbeiträge) und Ausgaben von 20.000 Euro. Die Stiftung erhielt vom Verein eine Zustiftung von 15.000 Euro und erwirtschaftete 8676 Euro Zinsen.

Das Stiftungsvermögen beträgt 534.434,10 Euro. Das Stiftungskapital wurde dank der Zustiftung auf 475.000 Euro aufgestockt. Eine freie Rücklage (25.000 Euro) und eine gebundene Rücklage von rund 33.000 Euro – 29.000 davon für den nach einem Turnunfall von den Schultern ab gelähmten Johannes Hablik aus Neutsch – sorgen für finanziellen Spielraum, trotz der sinkenden Zinsen. Uwe Kuhl unterstrich, dass die Geldanlagen ohne Risiko verbrieft sind: „Kein Risiko bedeutet manchmal auch weniger Zinsen, aber sichere Zinsen.”
Vor der Mitgliederversammlung beschlossen Vorstand und Beirat, das 28. Darmstädter Sport-Forum (Thema im Herbst „Die dunkle Seite des Sports”) mit 800 Euro zu unterstützen. Die SG Arheilgen erhält für ein integratives Pilot-Projekt, das Ungeübte aller Nationalitäten zum Radfahren bewegen soll, 1000 Euro Anschubfinanzierung. 1000 Euro kann die Otzberg-Schule in Lengfeld wieder für ihr Angebot Bewegungsförderung für Kinder verbuchen, das nachhaltig Interesse findet.
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